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Beziehungen zu Lieferanten

Das Lieferantennetzwerk von SCA wird immer komplexer und globaler. Als Reaktion auf diese Herausforderung soll mit konzernweiten Beschaffungsabläufen sichergestellt werden, dass die Produkte von SCA unter Achtung von Mensch und Natur gefertigt werden.

Mädchen spielt mit Globus – SCA

Ein definierter Standard

Der globale Lieferantenstandard betrifft Themenbereiche wie Qualität, Produktsicherheit, Umwelt, Chemikalien und den Verhaltenskodex. Er soll die Verpflichtung von SCA zur Einhaltung der zehn Prinzipien der UNO-Initiative „Global Compact“ widerspiegeln. Die Einkaufsabteilungen tragen die Verantwortung für die Umsetzung dieses Standards.

Derzeit sind in etwa 95 Prozent aller wichtigen Lieferantenverträge von SCA Bestimmungen in Bezug auf soziale Verantwortung und Umweltschutz enthalten. Vor dem Vertragsabschluss werden die Leistungen der potenziellen Lieferanten sorgfältig analysiert und danach werden sie regelmäßig auf ihre Einhaltung hin überprüft. Etwa 20 Prozent der allgemeinen Untersuchungsverfahren des Unternehmens betreffen Menschenrechte und Umweltfragen. 

Im Jahr 2011 wurden keine Verträge mit wichtigen Lieferanten aufgrund von Verstößen abgelehnt oder gekündigt, da dies als ein letzter Ausweg angesehen wird.

Um gruppenweit eine einheitliche, verantwortungsvolle Beschaffung zu erzielen, wurden die SCA Lieferantenstandards 2010 überarbeitet. Dadurch soll eine Plattform mit den folgenden drei Bereichen entstehen:

  • Einhaltung des globalen Lieferantenstandards.
  • Offenlegung der Leistungen durch Sedex (die weltgrößte Datenbank für Informationen bezüglich ethischer Lieferketten)
  • Untersuchungen bei Lieferanten in Regionen mit hohem Risiko

Im Geschäftsbereich Hygiene, der die aktualisierten Standards im Januar 2011 eingeführt hatte, konnten in allen drei Bereichen Erfolge verzeichnet werden. Zu Jahresende hatten sämtliche Lieferanten von Rohmaterialien Bestimmungen in Bezug auf die Einhaltung des Verhaltenskodex in ihre Verträge aufgenommen. Von den 235 großen und globalen Lieferanten des Geschäftsbereichs Hygiene legten 2011, also im ersten Jahr, in dem die Lieferanten ersucht worden waren, sich zu registrieren, 64 ihre Leistungen durch Sedex offen.

Solide Geschäftspraktiken

Der Funktionsbereich für interne Untersuchungen hat seit seiner Gründung im Jahr 2008 acht Verfahren in Bezug auf Geschäftspraktiken durchgeführt. Die überprüften Bereiche machen etwa 15 Prozent des Gesamtgeschäfts von SCA und 71 Prozent der betrieblichen Abläufe in Regionen mit hohem Risiko aus. Die Untersuchungen umfassen eine Beurteilung der Unterlagen und Befragungen von Personen aus dem Management, dem Vertrieb und dem Einkauf, die potenziell von Gefahren wie Korruption und unethischen Geschäftspraktiken betroffen sein könnten.

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden vom Untersuchungsausschuss an den Vorstand weitergeleitet. Nach der Untersuchung wird jedem Geschäftsbereich eine Frist gesetzt, um die Mängel zu beheben. Zu Folgeprüfung kommt es nur in extremen Fällen von Zuwiderhandlung. Falls erforderlich, werden Bewertungen in Zusammenarbeit mit einer externen Partei vorgenommen.

Ergebnisse der Untersuchungen

Im Jahr 2011 wurden in den SCA-Betrieben in Griechenland und Mittelamerika eine Woche lang andauernde Audits zu den Geschäftspraktiken durchgeführt. In Betrieben in Malaysia und Russland fanden im selben Jahr Audits zum Verhaltenskodex statt.
Bei den Untersuchungen zu Geschäftspraktiken standen Beziehungen zu Kunden, Händlern und Behörden im Fokus. Zu diesem Zweck wurden Manager in verschiedenen Geschäftsbereichen befragt. Beide Untersuchungen zu den Geschäftspraktiken kamen zu dem Schluss, dass die Geschäftspraktiken in Griechenland und in Mittelamerika mit dem SCA Verhaltenskodex konform sind und dass es keine Hinweise auf Verstöße gegen den Kodex gibt. Darüber hinaus zeigten die Untersuchungen, dass Risiken zu Chancen werden können – der Ruf der SCA in Bezug auf ethisches Verhalten wurde in beiden Ländern als Geschäftsvorteil für das Unternehmen angesehen.